
Moderne Cloud-Umgebung für die LBS Süd
Gemeinsam mit jambit hat StuByte FlexCo für RevealyIQ einen KI-gestützten Ingestor entwickelt, der Produktfotos automatisiert verarbeitet, Informationen extrahiert und anreichert. Eine Agentic Engine recherchiert zudem Zusammenhänge zwischen Handelsmarken, Markenprodukten und Herstellern. So entsteht eine skalierbare Grundlage, um wachsende Produktbestände mit deutlich weniger manuellem Aufwand zu verarbeiten.
Kunde: StuByte FlexCo
Projekt: KI-gestützter Produktdaten-Ingestor für RevealyIQ
Branche: Stationärer Einzelhandel / Retail Intelligence
Leistungen: Applied AI Engineering, Software Engineering, Agentic AI, Cloud-Infrastruktur und Qualitätssicherung
Technologien & Methoden: LangGraph, Gemini, Claude Code, regelbasierte, deterministische Bewertung von KI-Rechercheergebnissen, durchgängiges Tracing und nachvollziehbare Verarbeitungsschritte, Human-in-the-Loop, Infrastructure as Code, strukturiertes Projektwissen für AI-gestütztes Software Engineering
Projektzeitraum: ca. drei Monate
Für RevealyIQ sind verlässliche und strukturierte Produktdaten eine zentrale Grundlage.
Physische Produktfotos müssen verarbeitet, relevante Informationen extrahiert und validiert, Hersteller identifiziert und Produkte mit bestehenden Informationen verknüpft werden.
Besonders anspruchsvoll ist dabei die Frage nach Zusammenhängen zwischen Handelsmarken und vergleichbaren Markenprodukten. Diese Beziehungen lassen sich häufig nicht aus einer einzelnen Datenquelle ableiten und erfordern die Verbindung unterschiedlicher Informationen und Evidenzen.
Viele der dafür notwendigen Arbeitsschritte waren zuvor stark manuell geprägt. Mit der angestrebten Skalierung von RevealyIQ auf deutlich größere Produktbestände entsteht daraus ein operativer Engpass.
Gesucht war deshalb ein Ansatz, der:
Gemeinsam entwickelten StuByte FlexCo und jambit eine KI-gestützte Verarbeitungspipeline, die Produktfotos in strukturierte und angereicherte Produktdatensätze überführt.
Der Prozess verbindet automatisierte Bilderkennung und Informationsextraktion mit agentischer Recherche, regelbasierter Bewertung und menschlicher Qualitätskontrolle.
Der Ingestor verarbeitet unterschiedliche Aufnahmen aus dem stationären Handel – beispielsweise Produktvorder- und -rückseiten, Preisauszeichnungen oder Barcode-Aufnahmen.
Aus diesen Bildern werden relevante Produktinformationen automatisiert erkannt, strukturiert und für die weitere Verarbeitung vorbereitet.
Dazu gehören unter anderem:
Die extrahierten Produktdaten werden anschließend mit bestehenden und extern verfügbaren Informationen zusammengeführt.
Ziel ist nicht nur die Digitalisierung einzelner Produktmerkmale. RevealyIQ soll darüber hinaus Zusammenhänge zwischen Produkten, Marken und Herstellern sichtbar und systematisch nutzbar machen.
Eine zentrale Aufgabe ist dabei die Identifikation möglicher Markenzwillinge.
Die Frage, welcher Markenartikel einer Handelsmarke entspricht, lässt sich häufig nicht zuverlässig durch eine einzelne Datenbankabfrage beantworten.
Dafür wurde eine Agentic Engine auf Basis von LangGraph entwickelt.
Sie verbindet mehrere Prinzipien:
LLM-gestützte Komponenten kommen dort zum Einsatz, wo zusätzliche Recherche und Interpretation erforderlich sind. Die dabei gewonnenen Informationen werden anschließend strukturiert zusammengeführt.
Die finale Priorisierung übernimmt bewusst kein LLM.
Ein deterministischer Judge bewertet die Rechercheergebnisse anhand definierter fachlicher Regeln und priorisiert die möglichen Kandidaten.
Das zugrunde liegende Prinzip lautet:
Das LLM recherchiert, der Code entscheidet.
Damit verbindet die Architektur die Stärke generativer KI bei Recherche und Interpretation mit der Reproduzierbarkeit klassischer Softwarelogik. Zentrale Entscheidungen bleiben dadurch testbar und nachvollziehbar.
Die Agentic Engine wurde so aufgebaut, dass ihre einzelnen Verarbeitungsschritte nachvollzogen und technisch überprüft werden können.
Ein durchgängiges Tracing macht sichtbar, wie ein Vorschlag zustande gekommen ist und welche Informationen in die Bewertung eingeflossen sind.
Die automatisierte Verarbeitung endet bewusst nicht mit einer unsichtbaren KI-Entscheidung.
Vorgeschlagene Markenzwillinge werden einem Operator inklusive Begründung zur Prüfung bereitgestellt. Dieser kann die Ergebnisse nachvollziehen, korrigieren und final freigeben.
Damit verbindet RevealyIQ automatisierte Recherche mit Transparenz und menschlicher Verantwortung.
Die KI-Funktionen innerhalb der laufenden Anwendung basieren auf Gemini über Google Vertex AI und folgen damit der GCP-nativen Architektur von StuByte FlexCo.
Claude selbst ist nicht Bestandteil der produktiven Runtime des Ingestors.
Claude Code wurde dagegen konsequent für das Engineering des Systems eingesetzt.
Die Rollen sind damit bewusst getrennt:
Gemini auf Vertex AI übernimmt definierte KI-Aufgaben innerhalb der laufenden Anwendung. Claude Code unterstützt die Entwicklung und Weiterentwicklung des Gesamtsystems.
Die Technologieauswahl folgt damit der jeweiligen Aufgabe und der bestehenden Kundenarchitektur – nicht dem Anspruch, einen einzelnen KI-Anbieter über den gesamten Stack einzusetzen.
Claude Code wurde im Projekt nicht nur punktuell als Coding Assistant verwendet.
Der Engineering-Workflow wurde bewusst so gestaltet, dass Claude Code über den gesamten Software Development Lifecycle hinweg mit dem jeweils relevanten fachlichen und technischen Projektkontext arbeiten kann.
Der Einsatz umfasste unter anderem:
Der gesamte im Projekt entstandene Code wurde mit Claude Code entwickelt.
Architektur sowie zentrale fachliche und technische Entscheidungen wurden partnerschaftlich zwischen StuByte FlexCo und jambit abgestimmt. Reviews und die finale Qualitätsverantwortung blieben bewusst in menschlicher Hand.
Eine zentrale Voraussetzung dafür war, Projektwissen nicht in einzelnen Chatverläufen zu belassen, sondern strukturiert und dauerhaft für den Entwicklungsprozess verfügbar zu machen.
Dafür wurde ein projektbezogenes Wissenssystem direkt im Repository aufgebaut.
Es verbindet unter anderem:
Zusätzlich unterstützen projektspezifische Claude-Code-Workflows dabei, Erkenntnisse aus Kundengesprächen strukturiert in Anforderungen, Architekturentscheidungen, Implementierung und Dokumentation zu überführen.
So entsteht eine durchgängige Verbindung zwischen fachlichem Kontext und technischer Umsetzung.
Auch die Weiterentwicklung der Agentic Engine – von einer ursprünglich sequenziellen Recherchelogik hin zu einem modularen, agentischen Workflow – wurde auf dieser Grundlage mit Claude Code umgesetzt.
Innerhalb eines rund dreimonatigen gemeinsamen Entwicklungsprojekts entstand ein produktives Multi-Service-System.
Zum Ergebnis gehören unter anderem:
Architektur und Umsetzung wurden partnerschaftlich mit StuByte FlexCo entwickelt. Das strukturierte Projektwissen und die technische Dokumentation schaffen zugleich eine belastbare Grundlage für die weitere Entwicklung des Systems.
Bereits in der frühen Produktionsphase wurden:
verarbeitet.
Der Median vom Produktfoto bis zum angereicherten Datensatz lag bei 23 Sekunden.
Dabei wurden:
Damit ist aus dem Entwicklungsvorhaben ein produktiv eingesetztes System geworden.
Für StuByte FlexCo schafft der Ingestor die technische Grundlage, Produktinformationen zunehmend automatisiert zu erfassen, anzureichern und in deutlich größerem Umfang für RevealyIQ verfügbar zu machen.

RevealyIQ ist eine datengetriebene Plattform der StuByte FlexCo für die Analyse von Produkten, Marken und deren Zusammenhängen im stationären Einzelhandel.
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