Kowalski nah

Automotive Betriebssysteme für die Softwareentwicklung

„Nicht warten, was Apple und Google machen“ – jambit im Gespräch mit der Automobil Industrie Vogel

Bis zu 100 Millionen Codezeilen stecken in den aktuellen Fahrzeugneuheiten der Automobilhersteller. Das sind Software-Plattformen auf vier Rädern, die einiges an Entwicklungsdienstleistungen erfordern. Ein Zustand, der viele Automobilhersteller dazu motiviert, eigene Betriebssysteme zu entwickeln. Auf diesen Systemen können dann Services und Apps auf einer einheitlichen Plattform laufen. Viele Marken der Automobilhersteller nutzen bislang eigene Betriebssysteme. OEMs versprechen sich von übergreifenden Auto Operating Systems (OS) u. a. Unabhängigkeit von Zulieferern und optimierte Prozesse, etwa einheitlichere Update-Services.

Um das zu ermöglichen, braucht es agile Softwareentwicklung für die Automobilindustrie. Denn Agilität ist eine Schlüsselkompetenz für Unternehmen. Gerade bei einer technologischen und organisationalen Mammutaufgabe wie der Entwicklung eines Betriebssystems, die oft mit einer eigenen Geschäftseinheit einhergeht. Als Softwaredienstleister sind wir überzeugt vom Einsatz autonomer und cross-funktionaler Teams bei Softwareentwicklungsprojekten, etwa bei der Entwicklung einer App für BMW Motorrad. Softwaredienstleister wie jambit können Automobilhersteller dabei unterstützen, agile Arbeitsweisen und Prozesse zu implementieren. Unsere aktuellen Einschätzungen zum Thema Betriebssysteme der OEMs, hat jambitee Robert Kowalski, Head of Department Automotive Baden-Württemberg, in der Automobil Industrie geteilt. Neben Einschätzungen zu aktuellen Projekten der OEMs konzentriert er sich dabei auf zwei Punkte – den MVP-Ansatz und die Customer Centricity.

Robert Kowalski, Head of Automotive Baden Württemberg

Schneller am Markt mit Softwareentwicklungen nach Minimum-Viable-Product-Ansatz

Chancen für einen schnelleren Marktzugang bietet der MVP-Ansatz. Statt bei der üblichen Produktentwicklung viel Zeit in ausführliche Briefings und Konzepte zu investieren, soll eine schnelle Produktentwicklung Zeit und vor allem Geld sparen. Bei der klassischen Wasserfallmethode werden detaillierte Spezifikationen erstellt, die anschließend zum Erfolg führen sollen. Ein Konzept, das viele Unternehmen auch heute noch einsetzen. Die Anforderungen werden einmal erhoben und vollständig dokumentiert. Das Problem dabei liegt im Prozess selbst, der oft monatelang andauert, bevor man erste Ergebnisse hat. Bei jambit wählen wir stattdessen bevorzugt eine agile Herangehensweise und starten gemeinsam mit dem Kunden mit einem agilen Setup. Hier beginnt das Team mit einem vagen Ziel und spricht sich in „Sprints“ immer weiter ab. So können Kundenrückmeldungen und Nutzer-Feedback schneller ins Produkt eingearbeitet werden. Mit diesem Ansatz können neue Apps entwickelt und diese am Markt getestet werden. Das erhöht Transparenz und Veränderungsgeschwindigkeit und führt im Idealfall zu einem schnelleren Einsatz des entwickelten Systems. Bei der Wahl eines agilen Ansatzes werden verschiedene Kriterien herangezogen. Das sind etwa sich schnell verändernde Marktbedingungen, die Weiterentwicklung von Technologien während des Projekts und die Komplexität der zu entwickelnden Anwendung.

Agile Ansätze werden oft von Startups oder agil und organisch gewachsenen Unternehmen etabliert und gelebt. Bei einem „Mini-Produkt“-Ansatz tragen Teams schon bei der Entwicklung die Verantwortung für ihre App und ihre relevanten KPIs. Zudem haben sie die Rentabilität des Produkts im Blick. Der App-Ansatz, und damit der Weg der Produktentwicklung, ist schnell umsetzbar und man sammelt schon hier Erfahrungswerte. Diese können Automobilhersteller anschließend für einen OEM-eigenen App Store hinzuziehen schlägt Robert Kowalski vor. Auch herkömmliche Organisationsstrukturen, etwa Großkonzerne mit vielen dezidierten Fachabteilungen, versuchen sich heute schon an Methoden wie Scrum. Dafür wurden spezielle Methoden wie Scaled Agile Framework (SAFe) entwickelt. SAFe ist ein Set von Mustern für Unternehmen, das die Skalierung von agilen Prinzipien in größeren Strukturen ermöglicht.

Customer Centricity im Fokus: Das Betriebssystem in der Hosentasche

Arbeiten bei jambit in München

Robert Kowalski setzt sich im Beitrag dafür ein, die Angst vor Apple und Google abzulegen: „Das Beste wäre, auf bestehende Systeme zu setzen, wie Android oder iOS.“ Denn die OEMs könnten dort seiner Meinung nach eigene Apps entwickeln und somit auch Geschäftsmodelle testen. Denn der Schlüssel zur Mobilität der Zukunft liegt bereits in der Tasche vieler Kunden. Das Smartphone ist für die Mehrheit der User von Automotive-Services unverzichtbar. Und Autofahrer haben damit verschiedene Betriebssysteme bereits in der Hosentasche: Android und iOS, die große Chancen für die App-Entwicklung bieten.

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